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Eisdiele, oder Kunsthandwerk?
Ab 21.Oktober 2022 bis zum 8. Januar 2023 heißt es in der Langen Reihe 47: Heute kein Eis, dafür ausgewähltes Kunsthandwerk! Schon zum 17. Mal findet dieser erfolgreiche Wechsel statt. Gezeigt werden hochwertige, einzigartige Objekt, alle handgemacht in Hamburg oder aus der direkten Umgebung. In diesem Jahr werden Objekte aus den Themen-Bereichen:
Gesprächskonzert am 19. November mit dem Titel 4/6
In der St. Georgskirche am Hauptbahnhof werden am 19.11. um 19:00 Uhr Werke von Poulenc, Milhaud, Durey und Honegger Gregor Ruland und Martin Schneekloth, Klavier erklingen und besprochen. 4/6 war die "Groupe de Six", ein loser Zusammenschluss von fünf Komponisten und einer Komponistin im Frankreich der 1920er Jahre. Hierzulande sind von ihnen vor allem Francis Poulenc und Darius Milhaud bekannt – dabei haben die übrigen Mitglieder der Gruppe ebenfalls entdeckenswerte Musik hinterlassen. Gregor Ruland und Martin Schneekloth leiten das Gesprächskonzert, in dem sowohl etwas über die Gruppe als auch Werke der Komponisten für Klavier zu vier Händen zu hören sein werden – allerdings nur von vieren der sechs. Der Eintritt ist frei.
Lesung und Ausstellung: Der Kleine Prinz und SchlangenIch am 20. November 2022 um 16 Uhr
Identitätsfindung - Schlangen-Ich. Einladung zur Ausstellung vom 23.10.-20.11.2022
St. Georgs Künstler Ulrich Rölfing hat sich mit der Schlange auf Identitätsfindung begeben. Er meint: "Schlangen sind geheimnisvolle Tiere. Ihr lautloses, geschmeidiges Gleiten verhilft ihnen zum plötzlichen Erscheinen. Sie sind kraftvoll, gewandt und elegant, gefährlich und schön. Es gibt Schlangen, die in die Ferse beißen und solche, die mit dem Fuß zertreten werden und es gibt schlangenumwundene Häupter. Die Schlange ist im höchsten Maße numinos. Sie verweist deutlich auf die Triebsphäre der Erotik und Sexualität, das Erwachen der phallischen Kraft.
Aufs Leben - eine Hommage zum besonderen Geburtstag der Queen of St. Georg Peggy Parnass
Peggy Parnass ist als Schauspielerin, Gerichtsreporterin, Kolumnistin und Autorin aus Hamburg bekannt. Ihre direkte und scharfzüngige Art machten sie zu einer der streitbarsten Journalistinnen der Bundesrepublik – zudem tituliert als kämpferische Jüdin, leidenschaftliche Frauen- und Schwulenaktivistin (kein CSD ohne sie) – und Skatspielerin. Aber in allererster Linie ist Peggy eine aufmerksame Zuhörerin, immer interessiert am Leben anderer.
Geboren auf St. Pauli, hat sie sich „hochgearbeitet“ in das zwei Stadtteile entfernt liegende flippige St. Georg. Früher organisierte sie Hoffeste in ihrem Wohnhaus in der Langen Reihe 84, wo die Schauspieler Monika Bleibtreu und Peter Maertens ihre Nachbarn waren. Bis heute ist sie mehrfach im Stadtbild präsent, ob auf dem Titel eines Stadtteilführers oder als Wandmalerei. Im Literaturhotel Wedina wurde eine Wohnung nach ihr benannt, die von ihrer Künstler-Freundin Tita do Rêgo Silva gestaltet wurde, mit der sie ihr zuletzt erschienenes Buch „Kindheit“ umsetzte. 2013 wurde es von der Stiftung Buchkunst als "eines der schönsten deutschen Bücher" prämiert.

frei nach Winston Churchill: "Etwas aufzubauen mag langsame und mühsame Arbeit von Jahren sein. Es zu zerstören kann der gedankenlose Akt eines einzigen Tages sein."















